Konficamp

 

 

 

 

Du bist zwischen 13 und 15 Jahre alt? Du hast Lust auf andere Jugendliche, die sich für Gott und die Welt interessieren?
Du bist neugierig auf Lebens- und Glaubensfragen?
Du willst dich, sicher oder auch vielleicht, konfirmieren lassen?

Wir laden alle Jugendlichen von 13 bis 15 Jahren zum KonfiCamp des Evangelischen Kirchenkreises nach Naumburg (Saale) ein. Die Ferienanlage verfügt über insgesamt 5 große Häuser mit 4 Bett Zimmern, in denen die Übernachtung erfolgt.
Alle Zimmer sind mit einem Badezimmer mit Dusche und WC ausgestattet. Das Gelände lädt zu vielen Aktivitäten ein. Es besitzt eine große Turnhalle, viele Sportplätze (Beachvolleyball, Fußball, Handball, Basketball). Nicht weit von der Ferienanlage entfernt liegt ein Freibad.

Kurzfilm über das KonfiCamp

Neugierig geworden?
Infos gibts bei Eurem örtlichen Pfarramt oder bei der Arbeitsstelle für Ev. Kinder- und Jugendarbeit:
Christoph Ritter, konficamp@ekkos.de,  Telefon: 033 61 375 072 Telefax: 033 61  375 167 Mobil: 0172 175 12 09

hier noch mehr KonfiCamp-Filme:
KonfiCamp 2019 in Naumburg: History maker
KonfiCamp 2017 Teamer: Seele und Motor im Camp
KonfiCamp 2016
KonfiCamp goes International 2015
KonfiCamp 2014 Was ist das KonfiCamp

Zum Vorfreuen: Das nächste KonfiCamp ist vom 29. Juni bis 8. Juli 2020 in Naumburg/Saale.

 

 

 

 

 

Idee und Konzept des KonfiCamps

Idee und Konzept des KonfiCamps
Kurzbeschreibung: Im Kirchenkreis Oderland-Spree (vormals Fürstenwalde Strausberg) finden seit 2006, am Beginn der Sommerferien, 10-tägige Konfirmandencamps statt. Ziel ist es, christliches Leben erfahrbar zu machen. Es ist ein überregionales Projekt. Eingeladen sind alle Konfirmanden aus den Regionen und Gemeinden des ganzen Kirchenkreises.

Idee: Das Konficamp bietet Jugendlichen im Konfirmandenalter eine Begegnung mit christlichem Leben. Es spricht nicht nur getaufte Jugendliche an, da das Programm eines Camps sich an den Interessen und Bedürfnissen von Jugendlichen orientiert. Das Camp bietet die Möglichkeit zur intensiven Wahrnehmung und Begegnung und schafft somit Raum für jugendgerechte Spiritualität (in den Themen, den regelmäßigen Andachten und Gottesdiensten, im Freizeitprogramm etc.).

Ca. 20% - 25% der Teilnehmenden eines Konfirmandencamps wollen als Teamer in zukünftige Camps mitfahren. Diese Jugendlichen werden in die Vorbereitung einbezogen und können an die weitere Jugendarbeit im Kirchenkreis gebunden werden. Es entsteht eine Nachhaltigkeit.

Hintergrund: Im Kirchenkreis Oderland-Spree mit mittelstädtischen bis ländlichen Gemeindestrukturen gibt es zwei Modelle in der Arbeit mit Konfirmanden: Den wöchentlichen und den Blockunterricht mit zum Teil kleinen Konfirmandengruppen. Gerade in den ländlichen Bereichen des Kirchenkreises wird es zunehmend schwieriger, Konfirmandengruppen mit größeren Gruppen von Konfirmanden aufzubauen. Schlechte Verkehrsverbindungen, die Umstrukturierung des Schulsystems im Land Brandenburg, die demographische Entwicklung, sind einige der Hauptursachen, dass Jugendliche nicht mehr am Konfirmandenunterricht teilnehmen.

Die Methode eines Konfirmandencamps kann auf diese Situation reagieren: Durch die zeitliche Begrenzung (10 Tage) können auch Jugendliche eingeladen werden, die sonst nicht durch den traditionellen Konfirmandenunterricht erreicht werden, christliches Leben kennen zu lernen und zu erfahren.

Es kann so auf der einen Seite als Höhepunkt in der Gestaltung der regulären Konfirmandenzeit in den Kirchengemeinde/Regionen genutzt werden oder für diejenigen die es betrifft, als Vorbereitung zur Konfirmation dienen. Die Gestaltung der Konfirmandenzeit liegt in der Entscheidung der Kirchengemeinden.

Vorbereitung: Die wesentliche Vorbereitung eines Camps liegt in der Verantwortung der Jugendmitarbeiter des Kirchenkreises. Diese erarbeiten einen Programmentwurf (Reader) der im Vorfeld eines Camps mit den Ehren- und Hauptamtlichen vervollständigt und fertig gestellt wird. Dazu dient u.a. eine Vorbereitungsrüste im Frühjahr. Ein Teil der ehrenamtlichen Teamer absolvieren parallel eine Jugendleiterschulung im Kirchenkreis.

Alle weiteren organisatorischen und geschäftlichen Arbeiten werden über die Arbeitsstelle für Jugendarbeit im Kirchenkreis erledigt.

Durchführung: Als Herberge dient eine Ferienanlage mit 16 Finnhütten, in Rauenstein/Thüringen - zwischen Sonneberg und Coburg in direkter Nähe zum Rennsteig. Die Finnhütten verfügen über 10 Betten mit einem Gruppenraum. Zusätzlich gibt es einen Essensaal mit Küche und ein Veranstaltungssaal für das gemeinsame Programm.

Im Jahr 2018 konnten wir mit 120 Konfirmanden, 80 ehrenamtlichen Teamern und 8 hauptamtlichen Pfarrerin und Pfarrern nach Rauenstein fahren. Unter den Konfirmanden waren 2 Jugendliche mit geistiger Behinderung aus den Samariteranstalten in Fürstenwalde und eine Gruppe kenianischer Jugendlicher aus unserer Partnergemeinde Mamlaka Hill Chapel in Nairobi / Kenia.

Die Jugendlichen sind in sechs Gruppen eingeteilt. Dabei werden die regionale Herkunft und Freundschaften der Jugendlichen berücksichtigt. Diese Einteilung soll Synergien für die anschließende Weiterarbeit in den Heimatgemeinden erzeugen. Jede Gruppe wird von mindestens zwei ehrenamtlichen Jugendlichen zusammen mit einem/einer hauptamtlichen Pfarrerin/Pfarrer geleitet. Die Jugendlichen mit geistiger Behinderung sind in diese Gruppen integriert. Für sie stehen zusätzlich ehrenamtliche „Integrations-Teamer“ zur Verfügung.

Jedes Camp findet unter einem bestimmten Motto statt. Dieses Motto schlägt sich nieder in Programmhöhepunkten, im Camplied, Campnews und dem Gottesdienst. Zusätzlich gibt es eine biblische Geschichte, die sich wie ein „Roter Faden“ durch das gesamte Camp zieht. Aus diesem Text werden dann Tagesthemen gebildet, die in allen Programmpunkten eines Tages behandelt werden. Damit wird eine methodische Vielfalt erreicht, welche den Jugendlichen unterschiedliche Zugänge zu den Themen ermöglichen.

Das Gesamtprogramm hat für jeden Tag die gleiche Tagesstruktur: Begonnen wird mit dem Morgenstart nach dem Frühstück: Neben der Möglichkeit zur Programmankündigung und dem gemeinsamen singen, steht ein Anspiel zum Tagesthema im Zentrum. Dieses Thema wird dann im Anschluss in den jeweiligen Gruppen in einer Vormittagseinheit bearbeitet. Nach dem Mittagessen ist Freizeit: Es wird darauf geachtet, dass „wirklich“ Freizeit ist, da die Möglichkeit zur Begegnung der Gruppen untereinander vorhanden sein muss. In der Mittagspause findet eine „Teamer-Oase“ statt, welche Raum und Möglichkeit für die ehrenamtlichen Teamer bietet, ihre Arbeit in den unterschiedlichen Bereichen zu reflektieren und ggf. Konflikte oder Probleme zu lösen.

Im Nachmittagsbereich wird weiter zum Tagesthema gearbeitet – im täglichen Wechsel in der Gruppe oder nach Neigung in Workshops. Die Abende bieten Raum für unterschiedliche Höhepunkte. Der Tag endet für die Konfirmanden mit dem gemeinsamen Tagesschluss, für das Gesamtteam mit der Feedback-Runde.

Verpflegung: Die Verpflegung wird selbst übernommen. Dazu gibt es die Jugendgruppe im Alter von ca. 15 Jahren, welche von zwei Köchinnen geleitet wird. Jeden Tag ist eine Gruppe als Unterstützung der tägl. Aufgaben (Kochen, Abwasch, etc.) in der Küche mit eingeteilt.

Kosten: Der Teilnahmebeitrag liegt für die 10 Tage bei 240,- €. Seit 2006 hat der Kirchenkreis ein zusätzliches Budget über 5000,- € für das Konfirmandencamp, im Haushalt eingestellt. Die beteiligten Kirchengemeinden zahlen pro Teilnehmer 3,- € pro Tag.

Erfahrungen, Auswertung: In jedem Jahr wurde deutlich, dass die Konfirmandencamps bei den Jugendlichen sehr gut ankommen. Die Gesamtstimmung der Teilnehmer macht dieses deutlich. Das Camp ist unter den Jugendlichen in den Gemeinden mittlerweile ein Begriff und spricht sich immer mehr herum. Auch steigen die Nachfragen von Freunden oder Bekannten ohne christlichen Hintergrund, als Teilnehmer in das Camp mitzufahren.

Das Konfirmandencamp hat sich zu einem festen Bestandteil in der Jugendarbeit des Kirchenkreises etabliert. Es wird von allen Gemeinden und Regionen getragen und unterstützt und in die jeweiligen Strukturen der Konfirmandenzeit der Gemeinden eingebaut – teilweise als zusätzliches oder als verbindliches Angebot.

Herausforderungen zukünftig sind, Strukturen und Modelle zu entwickeln, die entstandenen Kontakte und Beziehungen nach dem Camp weiterzuführen. Ein Konfirmandencamp ist ein guter Einstieg für eine nachhaltige und Lebensweltorientierte Jugendarbeit eines Kirchenkreises. Es bedarf allerdings einer weiterführenden Struktur in den Gemeinden und/oder Regionen. Es sei genannt, dass Jugendarbeit eine Beziehungsarbeit ist, die Kontinuität besitzen muss, d.h. ein fester Ansprechpartner, ein Raum, eine Grundausstattung etc., muss Standard sein. Diese Angebote müssen nicht wöchentlich sein – sie müssen regelmäßig und verlässlich sein. Das ist zwingend notwendige Grundlage, um christliche Gemeinschaft erlebbar und erfahrbar zu machen.

In jedem Fall zeigen Konfirmandencamps, dass sie den Interessen der Jugendlichen entsprechen. Die Anzahl und Motivation der Teamer, die ein Camp erzeugt, bestätigt die Nachhaltigkeit dieser Methode.