25 Jahre OEC Frankfurt (Oder) / Erste Ökumenische Konsultation der Bischöfe an Oder und Neiße

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25 Jahre OEC Frankfurt (Oder) / Erste Ökumenische Konsultation der Bischöfe an Oder und Neiße


Dienstag, 15. Oktober 2019 (den ganzen Tag)
Frankfurt (Oder)

Die aus Bayern stammende Heilige Hedwig von Schlesien lebte im 13. Jahrhundert und ist eine der frühesten prägenden Gestalten des Christentums im deutsch-polnischen Grenzraum. Heute gilt sie auch als Patronin der deutsch-polnischen Verständigung. Im evangelischen Namenskalender wird am 15. Oktober an sie erinnert, im katholischen Heiligenkalender am 16. Oktober.

So hat der Verein Oekumenisches Europa-Centrum Frankfurt (Oder) den 15. Oktober ausgewählt, um an diesem Tag sein 25jähriges Bestehen zu feiern. Dazu lädt der Vorstand mit Sup.i.R. Christoph Bruckhoff zu einem Festgottesdienst in der Frankfurter Friedenskirche um 15:30 Uhr ein. Daran werden sowohl der zukünftige Bischof der EKBO Propst Dr. Christian Stäblein als auch Erzbischof Heiner Koch sowie Vertretungen der polnischen Nachbarkirchen mitwirken.

Im Anschluss an den Gottesdienst findet ein ebenfalls öffentlicher Empfang statt, in dem verschiedene Gäste das Wirken des OEC würdigen werden: In den 25 Jahren seines Bestehens hat der Verein über 120 Grenzgespräche durchgeführt, zahlreiche ökumenische Gottesdienste organisiert, zu jährlichen Studienfahren eingeladen und besonders auch das Ökumenische Studienhaus Hedwig von Schlesien aufgebaut. Dort bilden seit vielen Jahren jeweils 15 Studierende der Europa-Universität Viadrina verschiedener Nationalitäten und Konfessionen eine ökumenische Wohn- und Lebensgemeinschaft.

Vor der öffentlichen Feier haben der evangelische Bischof der EKBO Dr. Markus Dröge und der katholische Erzbischof Dr. Heiner Koch das Jubiläum zum Anlass genommen, erstmals zu einer „Ökumenischen Konsultation der Bischöfe an Oder und Neiße“ einzuladen. Dazu sind die leitenden Geistlichen der katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirchen rechts und links der Oder und Neiße eingeladen. Gemeinsam wollen sie in Zeiten von Spannungen in Europa ein Zeichen der Einheit und Gemeinschaft setzen. Das Treffen beginnt mit einer Andacht in der St- Gertraud-Kirche vor dem historischen Altar der St. Marien-Kirche, in dem die Heilige Hedwig eine der drei Hauptfiguren neben der Gottesmutter Maria ist. Danach werden die Bischöfe gemeinsam essen und sich zunächst informell über gemeinsame Perspektiven im Grenzraum austauschen, bevor ein gemeinsames Schlussdokument unterzeichnet wird.