Mein Gebet für heute - Kraftquelle in Coronazeiten (2)

Mein Gebet für heute - Kraftquelle in Coronazeiten (2)


# Mein Gebet für heute
Veröffentlicht am Mittwoch, 18. März 2020, 16:57 Uhr

Gestern haben wir zum ersten Mal ein "Gebet für heute" in Coronazeiten gepostet.
Und gleichzeitig alle eingeladen, selbst einen Tag zu übernehmen, an dem sie ein Gebet mit uns teilen, das ihnen gefällt.
Danke an alle, die sich zurückgemeldet haben - es waren schon eine ganze Reihe!
Und in der Kommentarfunktion hatte Pfarrerin Rahel Rietzl aus dem Pfarrsprengel Fürstenwalde angeregt, gemeinsam um 18 Uhr sich eine Zeit zu nehmen, um das Gebet zu sprechen - zum Glockenklang, dort wo er zu hören ist.
Danke auch für diese Idee - ich freue mich über alle, die sie aufnehmen. Und selbst wenn es nur eine Handvoll sind - auch im Netz gilt: Jesus sagt: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihm.
Und andere können das Gebet auch zu anderen Tageszeiten beten, vielleicht auch in Verbindung mit den "Tageszeitengebeten in Coronazeiten", die Pfarrer Jens Peter Erichsen vorbereitet hat und die auch auf unserer Homepage zu finden sind.
Auch weiter laden wir zur Mitwirkung ein - wer ein Gebet einstellen will, wende sich bitte an Dagmar Müller (oeffentlichkeitsarbeit@ekkos.de).
Und schreibt doch Eindrücke, Erfahrungen und Gedanken zum Gebet und zum Beten in die Kommentarfunktion!
Nun aber zum heutigen Gebet: Danke an Pfarrerin Ulrike Menzel, der Leiterin der Samariteranstalten in Fürstenwalde, für das Gebet, das sie von unserer Partnerkirche in den USA, der liberalen United Church of Christ erhalten und übersetzt hat. Unsere amerikanischen Geschwister schaffen es wirklich, gleichzeitig persönliche und tiefe Gebete zu formulieren. Ich wünsche allen, dass das Gebet uns Ruhe, Kraft und Zuversicht schenkt.
Ihr / Euer Frank Schürer-Behrmann


Gebet aus unserer Partnerkirche, der United Church of Christ Wisconsin: 

Es gibt so viel, das ich nicht weiß.
Es gibt so viel, was ich nicht sehen kann.
Es gibt so viel, was ich nicht kontrollieren kann.

In den Momenten, in denen ich mich machtlos fühle,
werde ich tief durchatmen
im Vertrauen darauf, dass ich nur meinen Teil leisten soll
und nicht das Ganze tragen muss.

In den Momenten, in denen ich mich unsicher fühle,
werde ich tief durchatmen
im Vertrauen darauf, dass ich nicht allein bin
und dass unsere Weisheit gemeinsam reicher sein wird.

In den Momenten, in denen ich Angst habe,
werde ich tief durchatmen
im Vertrauen darauf, dass es keine Tiefe gibt,
in der ich aus der Reichweite des Geistes fallen kann,
der mich in Gottes Nähe hält.

Was ich weiß, ist, dass mein Leben, meine Liebe
und mein Wert weit über das hinausgehen, was ich leiste.
Was ich sehe, ist, dass der Frühling jedem Winter folgt
und neues Leben aus dem kalten Boden sprießt.

Was ich kontrollieren kann, ist mein Atem und die Liebe,
die ich in eine Welt hineingebe,
der Liebe so offensichtlich fehlt.
"Und nun bleiben diese drei: Glaube, Hoffnung und Liebe.
Aber das Größte von diesen ist die Liebe.“ (1. Korinther 13,13) 

Gruß von Pfarrerin Ulrike Menzel, Samariteranstalten Fürstenwalde

Kommentare

Conni Hemmerling
Danke für die Übersetzung und die Einstellung dieses Gebets, das ein tiefes durchatmen schenkt und Kraft gibt.
Jens Peter Erichsen
Danke, liebe Ulrike, für dieses hilfreiche Gebet!
Herzliche Grüße!