Maria und Joseph unterwegs - Neuigkeiten vom Projekt der Christenlehregruppen

Maria und Joseph unterwegs - Neuigkeiten vom Projekt der Christenlehregruppen


# Kinder, Kinder
Veröffentlicht am Mittwoch, 8. Januar 2020, 11:05 Uhr
© Ines Hecht

Woltersdorf: Kurz vor Weihnachten erreichte uns die Kunde das Maria und Josef es vor Weihnachten nicht rechtzeitig aus der Schule geschafft haben. Sie wurden dort vor der Ferien eingeschlossen. Wir hoffen, dass sie zur ersten Christenlehre im neuen Jahr in der Kirche ankommen werden. 

Grünheide: Maria und Josef waren Weihnachten pünktlich um 14 Uhr zum ersten Gottesdienst in der Kirche. Die Familie bei der sie zuletzt übernachtete, brachte sie im Gottesdienst nach vorne. Viele freuten sich mit, dass die beiden die lange Reise geschafft haben. Auch in den nachfolgenden Gottesdiensten am 24.12. waren die Beiden dabei und etliche Besuchende meldeten, dass sie Maria und Josef Obdach gegeben haben. Nun liegt das Reisetagebuch der Beiden in der Kirche aus und viele Interessierte schauen nach dem Gottesdienst rein.

Fürstenwalde, Rauen und Spreenhagen
Hier haben Maria und Josef viel Schönes erlebt: Bilder

"Gestern spät Abends klopfte es an unserer Tür, wir lagen schon im Bett. Vor unserer Tür standen Maria und Josef, wir baten sie herein. Maria und Josef suchten eine Bleibe. Gemeinsam tranken wir einen warmen Tee. Sie erzählten von ihrer anstrengenden Reise und den tollen Orten an denen sie gewesen waren. Gemeinsam bereiteten wir zwei Schlafplätze vor und schliefen alle friedlich ein. Am nächsten Tag bereiteten wir Plätzchenteig vor und stachen gemeinsam Plätzen aus, die wir uns dann zusammen schmecken ließen. Am Abend sangen wir gemeinsam mein liebstes Weihnachtslied "In der Weihnachtsbäckerei…" Colin (6 Jahre)
"Wir putzen gerade unsere Stiefel für den Nikolaus, als es an der Tür klopfte. Da standen Maria und Josef vor der Tür. Wir baten sie herein. Sie erzählten uns von ihrer langen Reise. Wir saßen zusammen und bereiteten das Nachtlager in meinem Zimmer vor. Zum Einschlafen hörten wir die Geschichte "Maria´s kleiner Esel" v. G. Sehlin." Ella (7 Jahre)
"Maria und Josef durften bei mir im Puppenhaus schlafen. Sie haben Essen und Trinken bekommen." Maja (8 Jahre)
"Maria und Josef haben auf meinem Sitzsack geschlafen." Matilda (13 Jahre)
"Wir haben gestern Abend noch mit Maria und Josef einige Zeit beieinander gesessen und erzählt. Es war spannend zu erfahren, wie Menschen damals lebten, welche Sorgen und Ängste sie hatten und was damals auf den Tisch kam. Es gab z.B. Fladenbrot und Kichererbsen - nur wohlhabende Familien hatten auch Wein und Fleisch bei Festmahlen. Wir möchten Maria und Josef noch eine Nacht in unserem Haus behalten und bieten ihnen ein Bett in unserem Gästezimmer an. Heute Abend werden wir noch kochen und spielen." Kathrin (eine Mutter)

Rüdersdorf: Es ist schon wunderbar: Maria und Josef kamen auch in diesem Jahr an Heiligabend pünktlich im Gottesdienst in der Hoffnungskirche in Alt Rüdersdorf an. Bei allen Kindern aus der Christenlehre waren sie in der Adventszeit zu Gast. Im Tagebuch wurde fleißig gemalt und gerätselt. Und die Plätzchenrezepte wurden ausprobiert. Manche Kinder haben erzählt, dass ihre Eltern ganz überrascht waren, als sie die beiden Biegepüppchen mit nach Hause gebracht haben. Da wurde dann beim Abendessen munter erzählt und anschließend mit ihnen gespielt.

Erkner: Im Dezember waren Maria und Josef als kleine Figuren in einer Geschenkschachtel unterwegs. Dabei hatten sie ein Tagebuch, in dem notiert wurde was die Beiden erleben, gerätselt, gemalt und gebastelt werden konnte. Außerdem waren Rezepte zum Nachbacken zu lesen. Die Beiden starteten am 1. Dezember im Familiengottesdienst in der Kirche und wollten jede Nacht bei einer anderen Familie in Erkner übernachten. Am 24. Dezember wollten sie dann wieder in der Kirche im Familiengottesdienst zu Weihnachten sein. So wollten wir nachempfinden, wie es vielleicht gewesen sein könnte, als Maria und Josef vor über 2000 Jahren von Nazareth nach Bethlehem laufen mussten und eine Übernachtungsmöglichkeit suchten. Doch die Beiden erreichten ihr Ziel in Erkner nicht rechtzeitig. Sie waren nicht am 24.12. in der Kirche und auch nicht zum Neujahrsempfang am 6.1. im Gemeindehaus.

Aber nun die gute Nachricht: Am 15. Januar sind Maria und Josef gesund und munter in der Kita am Kirchenturm angekommen. Sie haben viel erlebt auf ihrer Reise! Ihnen wurden Geschichten erzählt, sie haben geholfen Plätzchen backen, hatten Begegnungen mit vielen Menschen, Hunden und sogar Pferden. Zuletzt brachte die 6-Jährige Lilli* Maria und Josef am letzten Schultag vor Weihnachten mit aus der Schule nach Hause. Da die Familie schnell Koffer packte, um über Weihnachten zu Oma zu fahren, verblieben Maria und Josef von den Eltern unentdeckt im Kinderzimmer. Nun im Januar hat Lillis Mutter Maria und Josef entdeckt und sofort in der Kita abgegeben. Den Beiden geht es gut, sie hatten ruhige Weihnachtstage in Lillis Kinderzimmer und freuen sich nun nach der langen Reise durch Erkner etwas Zeit für sich zu haben.

Wir danken Allen herzlich, die Maria und Josef beherbergt haben und sich auf vielfältigste Weise an der Suche nach Maria und Josef beteiligt haben und/oder und Hinweise auf deren Verbleib gegeben haben!

Frauke Fiedler, Gemeindepädagogin in der Region Erkner